Renten

Wer in Italien Sozialbeiträge einzahlt, erwirbt damit auch einen Rentenanspruch.
Für Festangestellte beträgt der Rentenbeitrag rund 33 Prozent des Bruttolohnes; mehr als zwei Drittel davon übernimmt der Arbeitgeber, der Rest wird vom Gehalt des Arbeitnehmers einbehalten.
Selbstständige müssen sich selbst in eine Pensionskasse eintragen und zahlen ihre Beiträge anteilig zu ihrem Jahreseinkommen.
Versicherungsjahre in anderen Ländern der Europäischen Union werden vom staatlichen Rentenversicherungsträger NISF/INPS ebenso berücksichtigt wie italienische Versicherungsjahre in anderen EU-Staaten.
Die Rente selbst wird dann von den einzelnen Ländern gemäß ihren Bestimmungen als Teil-Rente ausbezahlt – und zwar jeweils im Verhältnis zu den tatsächlich im Land geleisteten Versicherungsjahren. Voraussetzung dafür ist, dass die ausländische Versicherungszeit mehr als ein Jahr beträgt.
Grundsätzlich wird in Italien zwischen zwei Formen von Altersrenten unterschieden: Die Dienstaltersrente (pensione anticipata) kann unabhängig vom Alter, jedoch unter Einhaltung der notwendigen Beitragsjahre beantragt werden. Die Altersrente (pensione di vecchiaia) nimmt dagegen das Lebensalter als Maßstab: Im öffentlichen Sektor können Frauen wie Männer mit 65 Jahren in Rente gehen. In der Privatwirtschaft liegt das Rentenantrittsalter etwas darüber: Im Jahr 2017 können Männer im Alter von 66 Jahren und sieben Monaten die Rente beanspruchen, Frauen im Alter von 65 Jahren und sieben Monaten. Im Jahr 2018 können Männer im Alter von 66 Jahren und sieben Monaten die Rente beanspruchen, dasselbe Alter gilt für Frauen. Laut jüngster Rentenreform soll in Zukunft eine flexible Regelung Arbeiten bis zum 70. Lebensjahr möglich machen; ab 2022 sollen Frauen wie Männer zumindest bis 67 arbeiten.
Die Rentenhöhe ergibt sich in Italien auf Basis der eingezahlten Beiträge. Voraussetzung für die Auszahlung einer Altersrente ist das Vorweisen von zumindest 20 Versicherungsjahren.

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