Die perfekte Wohnung ist gefunden, der Mietvertrag in der Tasche?
Dann ist es an der Zeit, die passenden Anbieter für Strom und Gas, Wasser und Internet zu finden.

Südtirols Energiewirtschaft kann sich europaweit sehen lassen: Aufgrund der topografisch günstigen Lage ist die Ressource Wasser seit dem 19. Jahrhundert das Rückgrat der Südtiroler Energieversorgung. Ungefähr 1.000 kleinere oder größere Kraftwerke produzieren den Strom, der in Südtirol verbraucht wird.
Wer noch nie seinen Stromanbieter gewechselt hat, bezieht den Strom im Rahmen des „geschützten Grundversorgungsdienstes“. Hier legt die Aufsichtsbehörde AEEGSI alle drei Monate die Preise fest – allerdings nur noch bis Juli 2019, dann soll diese Tarifform abgeschafft werden.
Am freien Markt hingegen können die Unternehmen die Preise frei festlegen.
Seit 2017 gibt es auch noch eine Mischform, die den Verbrauchern den Übergang zum freien Markt erleichtern soll. Bei dieser Tarifform gewähren die Unternehmen einen einmaligen Skonto auf den Preis des geschützten Marktes. Dasselbe gilt für die Tarife für den Gasanschluss.

Welcher Anbieter am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt, können Sie auf der Webseite der AEEGSI (it) herausfinden oder indem Sie die Verbraucherzentrale Südtirol konsultieren, die außerdem wertvolle Tipps zum Energiesparen und rund um Südtirols Energieversorgung geben kann.

Die Zuständigkeit für die Trinkwasserversorgung und die Regelung des Abwassers liegt in Südtirol bei den Gemeinden. Wer seinen Trinkwasser- bzw. Abwasseranschluss beantragen will, kann dies also in seiner Wohngemeinde tun.
Die Tarife gestalten die Gemeinden individuell; ein allgemeines Register ermöglicht einen Vergleich der Kosten für Trink- und Abwasser unter Südtirols Gemeinden.

Wer lebt, produziert auch Abfälle. Ebenso wie die Wasserversorgung liegt auch die Handhabung des Hausmülls in den Händen der Südtiroler Gemeinden. Wer also seinen Wohnsitz anmeldet, kann gleichzeitig die Formalitäten bezüglich Hausmüll in den Ämter seiner Wohngemeinde erledigen.
In den meisten Gemeinden Südtirols wird der Müll getrennt. Meist können Papier, Plastik und Biomüll kostenlos an eigens dafür vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden; der Restmüll hingegen wird im Normalfall nach Verursacherprinzip verrechnet. Detaillierte Informationen zum jeweiligen Müllsammelsystem sind in den Ämtern der Wohngemeinde erhältlich. Den Tarifvergleich nach Gemeinden kann man der dafür vorgesehenen Tabelle entnehmen.

In Zeiten der Digitalisierung sind mobile Telefonie und Internetanschluss zu Hause nicht mehr wegzudenken. Die Südtiroler Landesregierung hat die Bedeutung von leistungsfähigen Breitbandnetzen erkannt und treibt seit Jahren deren Ausbau mittels Funk-, ADSL- und Glasfaserverbindungen voran. Das Programm „Wir vernetzen!“ des Landes Südtirol kann auf der eigens vorgesehenen Webseite nachgelesen werden.

In Italien und somit auch in Südtirol operieren drei große Telekommunikationsanbieter; der Verbraucher kann die beste Kombination aus Fix- oder Mobiltelefonnummer und Internetanschluss auswählen und direkt beim Anbieter oder beim Südtiroler Provider erwerben.
Etwas Licht in den Tarifdschungel bringen kann das eigens eingerichtete Portal zum Preisvergleich der Telekommunikationsanbieter.