Der Zweisprachigkeitsnachweis

Südtirol ist eine dreisprachige Provinz: Wer die beiden Hauptsprachen Deutsch und Italienisch beherrscht, ist sicherlich im Vorteil. Dennoch gibt es im Privatsektor Bereiche, in denen Italienischkenntnisse kein Muss sind oder Schritt für Schritt erworben werden können.

Anders ist dies im Öffentlichen Dienst: Um den Südtirolerinnen und Südtirolern beider Sprachgruppen den bestmöglichen Service bieten zu können, sind Deutsch- und Italienischkenntnisse für Öffentliche Bedienstete – mit Ausnahme des Lehrpersonals – Voraussetzung. Der Level der geforderten Kenntnisse hängt vom jeweiligen Jobprofil ab; es wird zwischen vier Schwierigkeitsgraden (A, B, C, D) unterschieden. Für Posten, die ein abgeschlossenes Hochschulstudium erfordern, wird für gewöhnlich der Level A nachgefragt.
Wie gut die Sprachkenntnisse sind, wird im Rahmen der vom Land organisierten Zweisprachigkeitsprüfung erhoben.
Als Alternative zur Zweisprachigkeitsprüfung werden einige internationale Sprachzertifikate sowie die Kombination aus dem Abschluss einer Oberschule in der einen und eines Uni-Studiums in der jeweils anderen Sprache anerkannt.
Zuständig für die Sprachnachweise ist die Dienststelle für die Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfung der Südtiroler Landesverwaltung. Dort gibt es Auskünfte zu den konkreten Anforderungen und Anmeldeformalitäten.

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