Innovationen

13 Februar 2018IDM

Südtiroler holen Preise bei German Design Award

Architekturprojekte, Holzuhren und intuitiv verständliche Symbole: Die Palette der Arbeiten, mit denen zehn Südtiroler Unternehmen Auszeichnungen beim German Design Award 2018 holten, ist breit.

5.000 Einreichungen in den zwei Kategorien „Excellent Communications Design“ und „Excellent Product Design“ wurden für den German Design Award 2018 gezählt, der vom Rat für Formengebung vergeben wird. Der renommierte Preis bzw. die international besetzte Jury zeichnet innovative, wegweisende Produkte und Projekte, ihre Hersteller und Gestalter aus. Am 9. Februar wurden die Preise in Frankfurt am Main auf der Ambiente, einer der weltweit wichtigsten Messen für Konsumgüter, verliehen.

Insgesamt wurden dabei rund 90 Gold-Awards – die höchste Auszeichnung – vergeben. Die Südtiroler Unternehmen konnten dabei eine ansehnliche Anzahl von Preisen ins Land holen – und zwar elf „Winner“ (pro Kategorie erhalte, so die Jury, eine angemessene Zahl von Projekten diese Auszeichnung) sowie drei „Special Mentions“ (eine Würdigung von Arbeiten, die gelungene Teilaspekte aufweisen oder Lösungen bieten).

Südtiroler Projekte holten „Winners“ und „Special Mentions“

So holte sich der Brixner Duschkabinenspezialist duka in der Kategorie „Excellent Communications Design“ einen „Winner“ für seine „duka Ikonen“. Diese intuitiv verständlichen Symbole heben technische Highlights der duka-Produkte, wie zum Beispiel Türen mit Hebe-Senk-Mechanismus oder das Auto-Close-System, in den Vordergrund. „Ein bis ins Detail sorgfältig durchdacht gestaltetes System, das den ganzheitlichen Qualitätsanspruch eindrucksvoll sichtbar werden lässt“, begründete die Jury die Auszeichnung. .

Die weiteren fünf in der Kategorie „Excellent Communications Design“ geehrten Südtiroler Unternehmen sind allesamt im Architekturbereich tätig. Zweimal als „Winner“ wurden Pedevilla Architects (Bruneck) prämiert, einmal für die Alpine Residence & Chalet La Pedevilla, zum anderen für das neue Feuerwehrhaus in Sand in Taufers. Die German-Design-Award-Jury hob bei Letzterem den goldgelben Spritzguss hervor, in dem das Gebäude erstrahlt. „Eine schöne Idee, die die formal klare und reduzierte, streng der Funktion folgende Formensprache wunderbar zur Geltung bringt und überdies für ein hohes Maß an Aufmerksamkeit sorgt, ohne dabei zu laut zu sein“, so die Erklärung.

Beim zweiten ausgezeichneten Pedevilla-Projekt lobte die Jury die geschickte lokale Interpretation traditioneller Baukunst und deren sensible Kombination mit „moderner Architektur zu einem in sich stimmigen Entwurf, der innen wie außen überzeugt. Ein schönes Objekt, das sich nicht nur perfekt in den örtlichen Baustil einfügt, sondern auch in die einzigartige Naturlandschaft.“

Acht Architekturprojekte aus Südtirol werden bei German Design Awards-prämiert

Ebenfalls als „Winner“ prämiert wurde das Projekt Ladurnerhof (eine Rundumerneuerung der Ferienwohnungen des Anwesens) des Meraner Planungsstudios BIQUADRA. Die Jury meinte: „Das moderne, frische Design der Einrichtung bildet zusammen mit der Architektur des historischen Gebäudes eine stimmige Einheit, die auch im Einklang mit der unmittelbaren Umgebung des Guts steht und eine hohe Aufenthaltsqualität gewährleistet.“ Für das Projekt Palmenhaus wurde an BIQUADRA zudem eine „Special Mention“ vergeben.

Auch das Bozner Architekturstudio noa* – network of architecture nahm eine „Special Mention“ (für das Projekt Kaiserwarte) und einen „Winner“ mit nach Hause. Diesen gab es für das Hotel Tofana, das die Jury als „charakteristischen Bau, der sich in das Panorama der Berge perfekt einfügt“ bezeichnet. Der Entwurf greife „die Ästhetik der Berge mit ihren unterschiedlich hohen Gipfeln, Schneeresten und Bäumen auf und übersetzt sie gekonnt in eine moderne Formensprache“.

An Perathoner Architects (Wolkenstein) ging ein „Winner“ für ein Wohngebäude, das – so die Jury - modernen Baustil und schön interpretierte „traditionelle Alpen-Architektur“ verbindet. „Ortstypische Materialien wie Holz und Stein unterstreichen den Charakter und sorgen dafür, dass sich der Bau harmonisch in die Bergwelt einfügt“, heißt es weiter.

Und schließlich erhielt markus tauber architectura (Brixen) eine Auszeichnung als „Winner“ für das Restaurant Brix 0.1. „Die Idee, die charakteristische Konstruktion der Gebäudehülle aus Corten-Stahlplatten als Decke ins Innere des Gebäudes fortzusetzen, macht den Speiseraum unverwechselbar“, befand die Jury.

Vier Winner und eine „Special Mention“ für Südtiroler in der Kategorie „Excellent Product Design“

In der zweiten German-Design-Award-Kategorie „Excellent Product Design“ wurden vier Südtiroler Unternehmen prämiert. Als „Winner“ ausgezeichnet wurde LAiMER (Lana), das Unternehmen stellt Uhren, Brillen und Schmuck aus Holz her, für eine von Designer Matthias Gruber entworfene Männerholzuhr. „ROBERTO kombiniert die charakteristische Maserung von Zebranoholz mit dem Glanz von Edelstahl zu einer außergewöhnlichen Uhr von zeitloser Eleganz, die jedes Outfit aufwertet“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Außerdem durfte sich das Duo LAiMER/Gruber über eine „Special Mention“ für die Damenuhr MARMO ROSE aus Rosenholz und Marmor freuen.

Ebenfalls mit einem Schmuckstück wurde das Naturnser Unternehmen kOmMa5 zum German Design Award „Winner“: „Ronja“ ist ein doppelt gewickeltes Armband, designt und produziert in Südtirol.

Complojer for Kids (Wengen) wurde indes für das Kinderbett TICIA zum „Winner“. Die Jury fand das modular aufgebaute Bettsystem, das sich den Bedürfnissen und Ansprüchen Heranwachsender über die Jahre flexibel anpasst, verdiene eine Auszeichnung, da „das zeitlos-klare Design dafür sorgt, dass die Möbel stets modern und zeitgemäß wirken. Und dank der Verwendung hochwertiger Materialien bleiben die Module auch lange ansehnlich.“

Ein weiteres Holzprodukt holte ebenso einen weiteren „Winner“ nach Südtirol: „Die Massivholzplanken werden bei diesem intelligent gelösten Terrassensystem unsichtbar auf einer Alukonstruktion verschraubt, was ein ‚pures‘ Terrassenbild bewirkt“, sagte die Jury über die LobiTEC-Naturholzterrassen von Lobis Böden (Bozen).