Kultur

5 April 2018IDM

Von New York nach … Gröden

3DW.it macht den nächsten großen Schritt bei der Verbindung von Tradition und Innovation: Der kleinen Grödner Firma ist es – neben internationalen Größen wie Swarovski, Hugo Boss und Luxottica – gelungen, eine Partnerschaft mit der renommierten Parsons School of Design einzugehen.

Vom 13. Mai bis 9. Juni 2018 werden zehn Studenten der Parsons School of Design, die New Yorker Universität zählt zu den weltweit angesehensten im Designbereich, einen Praxiskurs bei 3DW.it im Dolomiten-Tal Gröden absolvieren. „Dabei werden“, erklärt 3DW.it-Präsident Egon Bernardi in einer Aussendung, „neue Designobjekte aus dem Rohstoff Holz für den Südtiroler Tourismus entworfen und produziert werden.“ Derzeit werden die Studenten, die bei 3DW.it hospitieren werden, von ihren Professoren in New York in Theoriekursen in die Thematik Holz eingeführt, auch erste Entwürfe sowie diverse Prototypen sind bereits entstanden.

Die Parsons School of Design veranstaltet jedes Jahr für ihre besten Studenten, die in einem strengen Auswahlverfahren bestimmt werden, in Zusammenarbeit mit namhaften externen Firmen Kurse. Dabei sollen die Studenten die Arbeitswelt kennenlernen und erste Schritte darin wagen. In der anstehenden Kursphase sind die beteiligten Unternehmen der Tiroler Kristallkonzern Swarovski, der italienische Brillenhersteller Luxottica, das deutsche Modeunternehmen Hugo Boss und 3DW.it mit acht Mitarbeitern die deutlich kleinste Firma in der Runde und zugleich die unbekannteste.

„Enge Beziehung zwischen Designern bzw. Planern, dem Rohstoff Holz sowie Grödner Wissen“

Die Parsons-Studenten, die im Zuge der Kooperation bei 3DW.it zu Gast sein werden, werden in Gröden praktische Einblicke in das Arbeiten mit dem Rohstoff Holz sowie in die Projektierung von Holzobjekten erhalten und schließlich die Umsetzung ihrer Designprojekte mithilfe der von 3DW.it zu Verfügung gestellten Technologien erleben. „Die Besonderheit des Kurses besteht darin“, so Bernardi, „dass eine enge Beziehung zwischen Designern bzw. Planern, dem Rohstoff Holz und dem Grödner Wissen geschaffen wird. Dabei wird der Fokus auf die Wertschätzung des Lokalen gerichtet, anstatt in einer theoretischen Projektierung für die Produktion am globalen Markt zu verharren.“

Und warum hat sich eine international bekannte Hochschule aus den USA zur Zusammenarbeit mit einem kleinen Südtiroler Unternehmen entschlossen? „Parsons hat sich aufgrund unserer Innovationskraft und der uns charakterisierenden Beziehung zwischen jahrhundertealter Tradition und modernster Technologie für 3DW.it entschieden“, sagt Bernardi. „Die Universität erachtet diese Kombination von größter Relevanz für die Zukunft, da sie im Einklang mit dem Trend der kommenden zehn, 20 Jahre steht.“

3DW.it ist seit über zehn Jahren im Digital Manufacturing tätig

3DW.it wurde 2006 als Konsortium von mehreren im Bereich Holzschnitzerei – eine im Tal seit Generationen verwurzeltes Handwerk – tätigen Firmen aus Gröden gegründet; die Firma fertigt dank 3-D-Technologie und digitaler Technik besondere Produkte nicht nur aus Holz, sondern mittlerweile auch aus anderen Materialien. Beliefert werden etwa 350 Kunden aus aller Welt.

„Bereits die ersten Schritte im Digital Manufacturing“, erinnert sich 3DW.it-Präsident Bernardi, „führten zu unerwartet positiven Ergebnissen. Denn obwohl die Automatisierung zunächst zu einer Kostenersparnis in der Produktion führen sollte, zeigte sich schnell, dass durch die CNC-Technologie und die 3-D-Modellierung Objekte und Elemente realisiert werden konnten, die es bisher noch nie aus Holz gab. Daneben konnte die neue Technologie auch dem traditionellen Wissen, der Arbeit am klassischen Pantografen und den Handwerkern des Sektors zu neuer Blüte verhelfen.“