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3 August 2018IDM

Olympische Weihen für Vertical-Life

Wenn die besten Sportkletterer der Welt 2020 in Tokio erstmals um olympisches Gold buhlen, ist ein Brixner Softwarehersteller mit von der Partie. Warum das junge Unternehmen Vertical-Life Südtirols Exzellenz im Outdoor- und Klettersegment noch mehr Glanz bringt

Es war eine historische Entscheidung. Am 3. August 2016 beschloss die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), für die olympischen Spiele in Tokio 2020 fünf neuen Sportarten aufzunehmen, darunter auch „Sport Climbing“. Eine Premiere, die nicht nur jenen Athletinnen und Athleten, die für das neue Wettkampfformat zugelassen werden, einen Aufstieg in neue Dimensionen eröffnet. Auch ein Brixner Unternehmen kann seine Position als international führender Hersteller von Software für die Sportkletterbranche ausbauen. Denn das innovative Team von Vertical-Life entwickelt fortan die Wettkampfresultat-Systeme des Internationalen Sportkletterverbandes IFSC – von Weltcups, Europa- und Weltmeisterschaften in den drei Disziplinen Vorstieg, Bouldern und Speed bis hin zur Olympiade in Tokyo 2020. Dort wird das System der Brixner Softwarespezialisten die Grundlage für die Qualifikation der Athleten stellen. Weiterer Bestandteil des internationalen Großauftrags ist die Entwicklung einer neuen Mitgliederdatenbank. 

„Das System, das wir für den IFSC entwickeln, wird die Arbeit der Organisatoren und Schiedsrichter vereinfachen“, sagt Matthias Polig, Geschäftsführer von Vertical-Life. Knapp sechs Jahre nach seiner Gründung ist das Unternehmen zu einem der international führenden Softwareanbieter in der Kletterbranche geworden. Mit innovativen Softwarelösungen für Kletterhallen und Events, Forschung im Bereich der Sensorik, der Vertical-Life-App oder einer der größten Plattformen für Kletterer, dem Portal „8a.nu“, das mehr als 170.000 User zählt. 

20 Mitarbeiter aus zehn verschiedeneren Nationen

Ein wahrlich smartes Unternehmen, das auch von kultureller Diversity profitiert: Immerhin besteht das 20-köpfige Team aus Mitarbeitern zehn verschiedener Nationen. Der prestigeträchtige Auftrag für den internationalen Verband stellt laut Matthias Polig nicht nur für sein Unternehmen einen wichtigen Schritt als Global Player der Kletterbranche dar. „Wir freuen uns, dass sich damit auch der Standort Südtirol ein Stück mehr zum Business Hub für die innovative Softwareentwicklung für das Outdoor- und Klettersegment entwickelt“, meint der Geschäftsführer von Vertical-Life.

Doch auch beim IFSC zeigt man sich über das innovative und hochqualifizierte Team beeindruckt. „Wir sind zuversichtlich, dass mit dem dynamischen, frischen Zugang von Vertical-Life eine einzigartige Plattform entstehen wird, von der alle unsere Mitgliedsverbände profitieren“, sagt Präsident Marco Mattia Scolaris. Die Zukunft für die Software-Spezialisten von Vertical-Life lässt sich also vielversprechend an und die Marktentwicklung trägt das ihre dazu bei. Weltweit gibt es bereits heute rund 30 Millionen Sportkletterer – und die Zahl wächst stetig.