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2 Oktober 2017IDM

Kleine Start-ups und große Namen: NOI Techpark in Rom vorgestellt

Der Countdown läuft: In knapp drei Wochen wird der NOI Techpark in Bozen eröffnet, der mit den dort angesiedelten Forschungsinstituten, innovativen Unternehmen und Start-ups Südtirols Blick in die Zukunft verkörpern wird. Am 28. September wurde der NOI Techpark nationalen und internationalen Medien in Rom vorgestellt.

Schon die Location hatte Symbolcharakter: in der hochmodernen „Lanterna“, Meisterwerk von Stararchitekt Massimiliano Fuksas, wurde der NOI Techpark den Medienvertretern präsentiert – im Beisein von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Er betonte, dass der NOI Techpark als „Haus der Innovation im Zentrum Europas“ konzipiert worden sei, als Treffpunkt von Kreativen und Innovativen aus Nord und Süd – so, wie es Südtirol als Brückenland seit jeher kennt.

Neulinge und Renommierte forschen in vier Bereichen

Für das internationale Standing des NOI Techparks, seine Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus, sorgt auch dessen Besetzung. Bereits zur Eröffnung, spätestens aber innerhalb des ersten Jahres werden sich 60 Unternehmen im Park ansiedeln. Darunter finden sich – wie es sich für einen Technologiepark gehört – kleine Start-ups ebenso wie renommierte Unternehmen, die ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im NOI Techpark ansiedeln. Der Technologieriese Huawei wird hier an neuen Lösungen für die Safe City tüfteln, Maccaferri innovative Systeme zum Schutz vor Lawinen und Muren entwickeln, Leitner neuartige seilgezogene Transportmittel erarbeiten und Grandi Salumifici Italiani die Fleischwaren der Zukunft entwickeln. Dazu kommen Forschungsinstitute aus Südtirol aber nicht nur. So wird der italienische Ableger das Fraunhofer Institute im NOI Techpark einziehen, dazu Eurac und Freie Universität Bozen, das Versuchszentrum Laimburg, Eco Research oder die KlimaHaus-Agentur.

Bei der Vorstellung wurde betont, dass man dem NOI Techpark eine klare Ausrichtung gegeben habe. „Der Techpark ist kein Supermarkt“, so Kompatscher lapidar. Vielmehr konzentriere man sich auf vier Bereiche, in denen Südtirols Unternehmen bereits führend seien und die zugleich Wachstums- und Zukunftspotential böten. Es sind dies die Bereiche Alpine Technologien, erneuerbare Energie und Energieeffizienz, Lebensmitteltechnologie sowie ICT & Automation. „Es geht uns um Innovation, die Landschaft, Natur und Mensch verbinden kann und klar in den Mittelpunkt stellt“, so der Landeshauptmann.

Nature of Innovation

Das „NOI“ in NOI Techpark steht übrigens für „Nature of Innovation“ und unterstreicht damit die Ausrichtung des neuen „Hauses der Innovation“ im Süden Bozens. Wie groß dessen Appeal schon heute ist, zeigt eine beeindruckende Zahl: der Park ist zur Eröffnung bereits zu 90 Prozent ausgebucht. So stehen derzeit 190.000 Kubikmeter Raum zur Verfügung, allerdings sieht das Projekt einen möglichen modularen Ausbau vor, sollte die Nachfrage dies notwendig machen. Insgesamt kann der NOI Techpark noch um mehr als das Dreifache wachsen.

Trotz des Platzpotentials ist man in Bozen wählerisch. Alle Anwärter auf einen Platz im NOI Techpark werden – egal ob sie nun Start-upper oder Giganten der Branche sind – von einer technischen Kommission überprüft, die genauestens analysiert, inwieweit der potentielle Techparkler in den Park passt, eine unternehmerische Zukunft hat und was er für Südtirol leisten kann. Erst wenn diese Prüfung positiv verlaufen ist, wird das Unternehmen im NOI Techpark aufgenommen, und zwar vorerst für drei Jahre Probezeit plus weitere zwei Jahre. In dieser Zeit hat man Zugriff auf alle Dienstleistungen im Park, wobei die größte und wichtigste wohl das dynamische Ambiente an sich ist, der Austausch innovativer, kreativer und intelligenter Köpfe unterschiedlichster Bereiche in einer Struktur.

Ab 20. Oktober offen für alle

Vom NOI Techpark und dessen Angebot profitieren übrigens nicht nur die dort angesiedelten Unternehmen, sondern auch die Boznerinnen und Bozner, vor allem jene, die im Süden Bozens leben und/oder arbeiten. Dort steht ihnen bald eine ganz neue Infrastruktur zur Verfügung: mit Bar und Restaurant, kulturellem Angebot und einer ganzen Reihe geplanter Events. „In Bozen entsteht“, betonte dann auch Hubert Hofer, Leiter der IDM-Abteilung Development, bei der Vorstellung in Rom, „ein neues Stadtviertel“.

Eröffnet wird das neue Stadtviertel übrigens schon in knapp drei Wochen, genauer: am 20. Oktober. Dann wird Wirtschaftsminister Carlo Calenda den NOI Techpark seiner Bestimmung übergeben und in Bozen ein ganz neues Zeitalter einläuten.