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31 Oktober 2017IDM

Durchblick: Südtiroler High-Tech-Glas fürs Luxussegment

Handwerkliche Qualität, industrielle Produktion: Vitralux aus Bruneck vereint das Beste aus zwei Welten und schafft damit den Sprung in den Luxus Aserbaidschans.

In Aserbaidschans Hauptstadt Baku entsteht derzeit die Hyatt-Residenz, ein Gebäude der Extraklasse, in dem nur gediegenste Materialien verarbeitet werden. Außen hat man sich für eine Fassade aus Aluminium entschieden, innen dominiert Holz. Eine Kombination, die dem Brunecker Türen-, Fassaden- und Fenster-Spezialisten Vitralux wie auf den Leib geschneidert ist: „Unser neues Holz-Alu-System verfügt über herausragende Wärme- und Lärmdämm-Eigenschaften und ist derzeit einzigartig in Europa“, erklärt Josef Blasbichler, CEO und Direktor von Vitralux. „Wegen genau dieser Vorzüge hat man sich in Baku für uns entschieden.“

Das von Blasbichler geführte Unternehmen hat sich auf maßgeschneiderte Lösungen und hohe Ansprüche spezialisiert, auf Fassaden in Glas und Aluminium, Fensterbänder, Schiebetüren, Portale, Fenster, Schwimmbadschleusen, Wintergärten, Vitrinen und Überdachungen. So kommt man auf einen Jahresumsatz von 10,4 Millionen Euro und beschäftigt 70 Mitarbeiter, deren Kompetenz vor allem bei innovativen Projekten und moderner Architektur gefragt ist: „Unsere Stärke ist“, heißt es bei Vitralux, „dass wir handwerkliche Qualität mit industrieller Produktion verbinden“.

Das Brunecker Unternehmen passt mit dieser Philosophie bestens in einen in Südtirol besonders dynamischen Sektor: jenen am Bau. Um dessen Innovationsfähigkeit weiter zu stärken, hat IDM Südtirol das „Ecosystem Constructions“ ins Leben gerufen, in dem die Unternehmen des Sektors nicht nur untereinander vernetzt werden, sondern auch mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Dazu gehört etwa Eurac Research, wo man seit Jahren alles daran setzt, die Energieeffizienz von Gebäuden weiter zu verbessern. Die Klimaforscher der Eurac packen derzeit ihre Koffer, um in den neuen NOI Techpark zu übersiedeln, jenen Technologiepark in Bozen Süd, der Südtirols Innovationslandschaft einen weiteren Schub verleihen wird.

Von diesem wird auch Vitralux profitieren, das bereits heute auf höchstem Niveau arbeitet. „Wir konzentrieren uns auf die Produktion und Montage von Fassaden, Fenstern und Türen sowie auf Glas- und Metalllösungen für Gebäudehüllen“, erklärt Blasbichler, der darüber hinaus auf die langjährige Erfahrung bei der Entwicklung von High-Tech-Profilen für Fenster und Fassaden verweist. So beschäftigt das Unternehmen allein zehn Entwickler, die nach den Vorgaben der Kunden individuelle Lösungen erarbeiten. Die dafür nötigen Produkte werden danach firmenintern auf Maß gefertigt.

Stolz ist man in Bruneck auf die Entwicklung von „Vitratherm HI“, jenem Glas-Aluminium-Fenster, das auch den anspruchsvollen Kunden in Aserbaidschan überzeugt hat. Mit dem Fenster ist ein Uw-Wert bis 0,75 W/(m²·K) (die Formel steht für Watt pro Quadratmeter mal Grad Kelvin) erreichbar, ein Wert, der Passivhaus-Standards erfüllt. Genau das ist es, was in Baku gefragt war: Der Investor sei auf der Suche nach einem Holz-Alu-Fenster gewesen, das höchsten Ansprüchen genüge, so Blasbichler: „Wir konnten den Kunden mit ,Vitratherm HI‘ überzeugen.“

Für Vitralux ist das Projekt in Baku ein Türöffner für den asiatischen Markt: „Wir haben mit unserem Partner vor Ort bereits weitere Aufträge in Baku und im Rest von Aserbaidschan in Aussicht“, erklärt der CEO. Aufträge, die für Vitralux auch mit neuen Herausforderungen verbunden sind. Und mit neuen Zielen: „Bis dato haben wir vorwiegend in Südtirol und den Nachbarländern gearbeitet, in den kommenden Jahren wollen wir 30 Prozent unseres Umsatzes außerhalb erzielen“, so Blasbichler.

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